Temp richtig analysieren

July 22, 2016

Das thermodynamische Diagrammpapier (kurz TEMP) basiert auf einigen physikalischen Gesetzmäßigkeiten, die im folgenden erläutert werden sollen:

 

Auswirkungen auf die Temperatur der Luft

 

Zu den wesentlichen Eigenschaften der Luft gehört, dass sie sich bei Erwärmung aus

dehnt und dass sie bei Abkühlung komprimiert wird. Gleichzeitig nimmt jedoch die Lufttemperatur bei Ausdehnung wieder etwas ab, bei der Komprimierung etwas zu. Während des Vorgangs der Ausdehnung nimmt auch der Druck ab, während der Komprimierung nimmt er zu. Da der Druck für diese Art des Temp-Gebrauchs eine untergeordnete Rolle spielt, wird hier nicht weiter darauf eingegangen.

 

Wasserdampf in der Luft

 

Je nach Temperatur kann die Luft mehr oder weniger Wasserdampf aufnehmen. Kalte Luft kann weniger aufnehmen als warme. Wenn sich die Temperatur ändert, ändert sich auch die Aufnahmefähigkeit. Die absolute Feuchte ist die Menge Wasserdampf, die die Luft bei einer bestimmten Temperatur maximal aufnehmen kann (z.B. kann ein Kubikmeter Luft bei 20 Grad C maximal 17,3g Wasserdampf aufnehmen). Dies wird auch Sättigungs- Mischungsverhältnis genannt und ist annähernd konstant. Wenn mehr Wasserdampf vorhanden ist, kondensiert der Wasserdampfüberschuss zu kleinen Wassertröpfchen.

Die relative Feuchte gibt das Verhältnis von dem tatsächlich vorhandenen Wasserdampf zum maximal möglichen Wasserdampfgehalt an.

 

Kondensation/Verdunstung

 

Bei der Kondensation wird Wärme freigesetzt, die das Luftpaket erwärmt. Umgekehrt wird zur Verdunstung von Wassertröpfchen Wärmeenergie benötigt, so dass das Luftpaket abgekühlt wird. Da warme Luft mehr Wasserdampf aufnehmen kann und somit mehr Wasserdampf zu Wassertröpfchen kondensieren kann, sobald die Temperatur abnimmt, wird auch mehr Wärme dem Luftpaket bei Kondensation zugeführt. Deshalb kühlt sich warme, gesättigte Luft weniger mit der Höhe ab (wenn es sehr heiß ist und hoher Druck herrscht mit 0,3 Grad C/100 m Höhe).

 

Der Temperaturgrad